Familien-Mediation

Ansprechpartnerinnen:
Dorothee Redeker, Telefon 0521 96771819
d.redeker@kinderschutzbund-bielefeld.de

Elvira Hübert, Telefon 0521 97797814
e.huebert@kinderschutzbund-bielefeld.de


Niemand wünscht sie sich, dennoch ist es normal, dass Konflikte im Zusammenleben von Menschen entstehen. Bei tiefgreifenden oder andauernden Konflikten innerhalb der Familie ist es häufig sinnvoll, einen neutralen Dritten hinzu zu ziehen, um die Situation zu entschärfen und die Basis für eine Lösung der Konflikte zu schaffen.

Auch im Falle von Trennung oder Scheidung kann ein neutraler Dritter die Eltern unterstützen, eine Lösung zu finden, z.B. bezüglich der Umgangsregelung.Wir vom Kinderschutzbund Bielefeld sind diese neutralen Dritten, die mit dem Verfahren der Mediation Konflikte lösen können, so dass in der Familie wieder ein Miteinander möglich ist. Dabei wird nicht nur der aktuelle Konflikt aus der Welt geschafft, sondern durch die Mediation verbessert sich die Kommunikation der Beteiligten und der Umgang miteinander nachhaltig, so dass sie auch mit zukünftigen Konflikten besser umgehen können.

Familienmediation – was ist das?

Die Mediatoren stellen in einer wertschätzenden Atmosphäre sicher, dass die Familienangehörigen oder Partner ihre unterschiedlichen Positionen und Sichtweisen darstellen können. Sie übernehmen die Gesprächsführung, achten auf die Einhaltung verabredeter Regeln und sind prozessverantwortlich. Die Interessen und Bedürfnisse jedes/jeder Einzelnen kommen zur Sprache, so das ein besseres Verständnis entstehen kann. Die Interessen und Bedürfnisse beider „Seiten“ werden berücksichtigt. Somit können faire, tragfähige und zukunftsorientierte Absprachen vereinbart werden.

Bei einer Trennung/Scheidung gibt es oft ähnliche Themen, die konfliktbeladen sind und besprochen werden müssen:

  • Wie soll das gemeinsame Vermögen aufgeteilt werden?
  • Wo soll wer wohnen?
  • Wo werden die Kinder wohnen?
  • Wer wird bei der Kinderbetreuung welche Aufgaben übernehmen?
  • Wer wird wen finanziell unterstützen?
  • Wie sehen die Zukunftsperspektiven aus?

 

Die Mediation bietet die Möglichkeit, in einer für alle belastenden Situation selbstverantwortliche Reglungen zu finden, ohne „schmutzige Wäsche“ zu waschen. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass Kinder ihre Eltern als handlungsfähig erleben. Trotz einer Trennung, trotz Schmerz und Wut können die Eltern, und wenn gewünscht auch die Kinder, an einer „Lösung“ arbeiten.

Wie ist der Ablauf einer Mediation?

Eine Mediation erfordert in der Regel zwischen 3 und 10 Gesprächen. Bei diesen Gesprächen sind beide Partner anwesend. Mediation verläuft in folgenden Phasen:

1. Phase: Kennenlernen, Anliegen besprechen, Regeln vereinbaren
Nach dem ersten Kennenlernen wird das Anliegen der Parteien besprochen und geklärt, ob die Mediation das „ richtige“ Verfahren für die Betroffenen ist. Neben Informationen werden die Regeln erläutert und als Arbeitsgrundlage vereinbart.

2. Phase: Sammeln
Sammeln der vorhandenen Themen und Darstellung der eigenen Sichtweisen dazu.

3. Phase: Herausarbeiten
Herausarbeiten von Interessen und Bedürfnissen, Zusammentragen von Wünschen.

4. Phase: Suchen und Verhanden
In dieser Phase werden Lösungen gesucht. Jeder kann seine Vorstellungen mitteilen. Es wird verhandelt.

5. Phase: Vereinbarung treffen
Nachdem alle Lösungsmöglichkeiten abgewägt wurde, werden Vereinbarungen getroffen und schriftlich festgelegt.

 

Beim Kinderschutzbund Bielefeld arbeiten zwei ausgebildete Mediatorinnen mit jeweils einer juristischen und einer pädagogischen Grundausbildung.