Jugendliche Paten

Ansprechpartnerin: Maria Wessel
m.wessel@kinderschutzbund-bielefeld.de

Du möchtest Patin oder Pate werden?

Wir freuen uns über Dein Engagement für Kinder!
Melde Dich! :-) Maria Wessel beantwortet Dir gerne alle Deine Fragen zu diesem Projekt.

Die jugendlichen Patinnen und Paten

  • sind mindestens 15 Jahre alt, verantwortungsbewusst, zuverlässig und haben Freude an sozialem Engagement
  • können sich ein Jahr lang an 2–4 Nachmittagen im Monat Zeit nehmen, um mit einem Kind abwechslungsreiche Stunden zu verbringen z.B. Olderdissen oder die Stadtbücherei besuchen, ins Museum oder auf den Spielplatz gehen

Als Patin oder Pate

  • erhälst Du eine Einführung und wirst von der Projektleiterin betreut.
  • lernst Du andere Jugendliche Patinnen und Paten auf Austauschtreffen und bei Spielnachmittagen für die Kinder kennen.
  • bekommst Du Fahrt-und Eintrittskosten für Ausflüge erstattet.
  • erhälst Du nach Deiner ehrenamtlichen Mitarbeit ein Zertifikat.

Näheres über die Patenschaften von Jugendlichen für Kinder bzw. jüngere Jugendliche kannst Du im folgenden Text und in diesem Film erfahren.

Ein starkes Gespann

»Jugendliche Paten im Ehrenamt« ist ein Projekt, das ankommt – auf beiden Seiten!

Es wurde vor 2008 zum einen initiert, um Kindern im Grundschulalter Lernhilfe- und Freizeitgestaltungsangebote zu machen. Zum anderen gehört zum Grundgedanken dieses Projektes, Oberschülerinnen und -schülern die Möglichkeit zu geben, sich sozial zu engagieren. In diesem Sinn versteht sich das Projekt "Jugendliche Paten", wie alle Angebote des Kinderschutzbundes, auch als ein Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft.
Finanziert wird das Projekt von der Stiftung Diamant Software.

Schöne Momente, vielseitige Freizeitgestaltung

Viele der Patenkinder haben auf Grund ihrer familiären Situation nur einen eingeschränkten Zugang zu Freizeit- und Bildungsmöglichkeiten. Ziel des Projektes ist es, den Mädchen und Jungen Erfahrungsfelder anzubieten, die ihnen sonst möglicherweise verschlossen bleiben würden, und sie dadurch in ihrer Selbstwertentwicklung zu stärken. Hierzu gehören angemessene Freizeitgestaltungen und sportliche Unternehmungen. Zusammen mit ihren Paten entwickeln die Kinder Spaß an Besuchen im Tierpark Olderdissen, Museen oder der Stadtbücherei. Aber auch Gesellschaftsspiele, Backen oder Basteln machen die gemeinsam verbrachte Freizeit zu schönen und wertvollen Momenten.

Spielenachmittage

Sehr gut angenommen werden die Spielenachmittage, die durch Unterstützung der Bielefelder Rotaract-Mitglieder inzwischen zweimal monatlich im Kinderschutzhaus stattfinden. Dort versammeln sich alle zu zum Basteln, der große Fundus an Gesellschaftsspielen wird genutzt, es wird gekickert und gekichert. Gerne wird getobt, sich ein spannendes Tischtennisduell geliefert oder auch der Garten genutzt, wenn es das Wetter zulässt. Patenkinder und Paten backen gemeinsam Kuchen, der dann im Anschluss mit Genuss zusammen verzehrt wird. Auch Essen verbindet!

Gerade während dieser Spielenachmittage lässt sich sehr gut beobachten, wie das Vertrauen innerhalb der Patenschaften wächst, welch stärkenden, stützenden und mutmachenden Kräfte in solch einer besonderen Beziehung im Spiel sind und wie diese auf Dankbarkeit, aber vor allem auf Zuneigung basierenden Verbindungen am Ende beiden Seiten gut tun und einen Gewinn geben fürs Leben.

Bildungspolitische Veränderungen

Zu Beginn war das primäre Projektziel, Jugendliche früh an ein gesellschaftliches Ehrenamt heranzuführen, indem für interessierte Oberschülerinnen und -schüler die Möglichkeit geschaffen wurde, ein Jahr lang sozial benachteiligte Kinder aus Bielefelder Förderschulen zu betreuen. So sollte gewissermaßen der Grundstein gelegt werden für eine sozial engagierte Lebenseinstellung. In diesem Sinne verstand sich das Projekt wie alle Angebote des Kinderschutzbundes auch als ein Beitrag zur Stärkung der Zivilgesellschaft, und es wurde von diesem Ideal seitdem auch keineswegs abgerückt. Allerdings gab es seitdem äußere Veränderungen, die sich auf die Umsetzung der einmal erdachten Projektstruktur auswirkten.

Zum einen ist die Schulzeit der Abiturienten von 13 auf 12 Jahre reduziert worden, was zu einer erhöhten wöchentlichen Schulstundenanzahl in der Oberstufe führte. Mit den bekannten Folgen: Es verbleibt den Schülerinnen und Schülern durch diese Neuregelung kaum noch Zeit für Dinge, die außerhalb des Lernens liegen.

Zum anderen machte sich aber auch bemerkbar, dass die Zahl der Anmeldungen an den Förderschulen seit Jahren rückläufig sind und es eine zunehmende Anzahl integrativ arbeitender Grundschulen gibt.

Als ein um so größerer Erfolg kann es unter diesen erschwerten Bedingungen erachtet werden, dass sich das Projekt »Jugendliche Paten im Ehrenamt« dennoch positiv entwickeln konnte. Denn dank einiger pragmatischer Lösungen ist es mittlerweile zu einem zuverlässig funktionierenden und zudem auf beiden Seiten - der Hilfe gebenden und der Hilfe empfangenen – erfolgreichen Angebot geworden.

Welche Anpassungen sind vorgenommen wurden?

Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass kurze Wege zum Patenkind wenig von der knappen Zeit der Paten in Anspruch nehmen, wurde durch die erweiterte Kooperation mit vielen Schulen ein Netz geschaffen, das eine räumliche Nähe zwischen den Betreuenden und den Betreuten ermöglicht. Oft sind es sogar genau die Einrichtungen, welche die Paten früher selbst besucht haben, in denen nun ihre Schützlinge die Schulbank drücken, und sie freuen sich, wieder Kontakt zu ihrer alten Grundschule zu bekommen.

Durch Berichte in der Bielefelder Presse sind darüber hinaus 19 Studentinnen und 1 Student auf das Projekt aufmerksam geworden, die inzwischen gut in die soziale Arbeit mit eingebunden sind. Denn mitunter verlangen die Familienverhältnisse der Patenkinder eine Betreuung, mit der die meist 15-jährigen Jugendlichen überfordert wären. Es sind Kinder, deren Familien durch Krankheit oder schwierige soziale Verhältnisse extrem belastet werden.

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